Lebensqualität sollte vor Lebensverlängerung stehen
Entartete Zellen werden in der Fachsprache als Tumore bezeichnet. Häufig lassen sie sich durch Operationen teilweise oder ganz entfernen. Chemotherapien oder anderweitige medikamentöse Behandlungen können die Tumore ebenfalls schrumpfen lassen oder zumindest am weiteren Wachstum hindern. Welche Therapie zum Einsatz kommt und wie die Medikamente zusammengesetzt sind, muss im Einzelfall individuell entschieden werden. Dabei sollte im Vordergrund das Ziel stehen, dass der betroffene Hund mit seinem Menschen noch eine möglichst beschwerdefreie Zeit verbringen darf und nicht der Versuch, das Leben des Hundes um jeden Preis über Monate und Jahre zu verlängern. Während dieser Zeit möchte der Besitzer für seinen Liebling verständlicherweise nur das Beste. Deswegen reicht er häufig Leckerli und zusätzliche Bröckchen. Doch anstatt aus der Vielfältigkeit der angebotenen Produkte im Supermarkt zu wählen, macht es mehr Sinn, sich für hochwertige Alternativen zu entscheiden. Bei der Fütterung von Hunden mit Krebs kommt es auf bestimmte Faktoren an.
Reichlich Energie zuführen
Viele Tumorerkrankungen gehen mit einem hohen Gewichtsverlust des Hundes einher. Hinzu kann die Verweigerung des Futters kommen, die aus den Nebenwirkungen der Krebstherapie resultiert. In diesen Fällen benötigt der Vierbeiner eine Menge mehr Energie als ein gesunder Hund. Der Krebspatient sollte es gut verwerten können, damit schon kleine Portionen zum Aufbau der Körpermasse beitragen. Empfehlenswert für untergewichtige Hunde mit Krebs sind beispielsweise Futtersorten für aktive Hunde, die einen hohen Nährstoffgehalt gewährleisten. Sie werden als Leistungsfutter bezeichnet.
Hochwertige Fette, reichlich Proteine
Das zugeführte Fett sollte bei Hunden mit Krebs einen hohen Anteil an Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren besitzen, da diese Entzündungen lindern und die Regeneration des Organismus beschleunigen. Der Fettanteil des Hundefutters sollte mindestens 15 Prozent betragen. Auch Eiweiße müssen ausreichend vorhanden sein. Sonst besteht die Gefahr, dass der ohnehin geschwächte Körper allzu schnell Muskelmasse abbaut, zumal die Beweglichkeit des erkrankten Hundes in den meisten Fällen ohnehin eingeschränkt ist. Der Hund bezieht Proteine aus Fleisch, Fisch, Milchprodukten sowie aus Innereien. Besonderheiten bei der Fütterung von krebskranken Hunden sollten protokolliert und mit einem Ernährungsberater für Hunde abgestimmt werden. Bestenfalls erfolgt eine Zusammenarbeit mit dem behandelnden Tierarzt.